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 Betreff des Beitrags: Fragen zur Welpenerziehung
BeitragVerfasst: Samstag, 29.08.2015, 10:46 
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Mustela nivalis
Mustela nivalis

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Hallo liebe Frettchenfreunde,

ich habe dieses Forum vor kurzem entdeckt und freue mich, dass es so viele Frettchenverrückte gibt ;) Ich hatte sechs Jahre eine Fähe, die mit 2 J. aus Einzelhaltung zu mir kam und sich auch nie mit anderen Fretts verstanden hat. Leider musste ich sie vor kurzem einschläfern lassen und nun habe ich seit ca. einem Monat wieder zwei kleine Mädels (geboren im Mai dieses Jahr). Und nun habe ich doch ein paar Fragen zur Welpenerziehung :)

Also 1. man liest ja immer überall, dass man die kleinen wegsetzten und ignorieren soll, wenn sie zu feste "beißen". Das ist bei einer von beiden schon ein kleines Problem, sie beißt teilweise wirklich fest, so dass es blutet. Und wegsetzten klappt überhaupt nicht, sie kommt direkt wieder an und klettert mein Bein hoch. Und das ganze auch 4 - 5 mal hintereinander :D Also ignorieren ist da leichter gesagt als getan :D Habt ihr da vielleicht noch andere Tipps? Oder bessert sich das auch irgendwann von alleine?

2. Sie (Luna) ist sowieso extrem hibbelig und aufgedreht immer. Sie klettert auch so ständig an mir hoch, wenn wir in einem Raum sind kann ich z.B. keinen Schritt machen, ohne dass sie mir am Bein hängt. Dürfen eure Frettchen sowas? (also ständig an euch oder anderen hochklettern) Oder sollte man denen das direkt von Anfang an abgewöhnen? (wenn man das überhaupt kann?). Ich will auch nicht, dass sie denkt ich mag sie nicht, wenn ich sie immer wegsetze. Aber manchmal kann das doch schon nervig sein und je nachdem was man anhat (kurze Hose z.B.) halt auch wehtun :D

3. Meine beiden dürfen in der kompletten Wohnung (außer Bad) laufen, es sei denn ich bin nicht da oder Nachts. Dann haben sie einen Schrankkäfig. Und ich würde sie gerne komplett in mein Leben mit einbeziehen. Ich hab schon von Frettchen gehört, die Nachts bei ihren Besitzern schlafen? :D Das muss jetzt nicht unbedingt sein, und dass es keine Kuscheltiere sind weiß ich auch und das will ich auch nicht, aber ich kann z.B. noch nicht mals auf dem Sofa liegen und die Fritten dabei rumlaufen lassen. Dann kommen sie an und "beißen" mich direkt überall hin. Soll ich das trotzdem mit denen "üben"? Oder die erstmal etwas älter werden lassen bis sie ein bisschen ruhiger werden? Also ich möchte sie halt nicht immer in einen anderen Raum sperren müssen, wenn ich zB TV gucken oder was am Schreibtisch machen will. Versteht ihr was ich meine? :mrgreen: Mein erstes Frettchen kam auch oft an, hat mich dann aber auch mal wieder "in Ruhe gelassen" und wenn sie aufs Bett kam, hätte sie mich auch nie gezwickt. Aber wie gesagt, sie war eben auch schon fast 2 Jahre alt als ich sie bekam.

So, das soll erstmal reichen. Vielleicht bekomm ich ja noch den ein oder anderen Tipp :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur Welpenerziehung
BeitragVerfasst: Samstag, 29.08.2015, 11:07 
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Mustela putorius
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Hallo Cherry,

gratuliere, du hast jetzt zwei übermütige Teenager zu Hause ;)

Sie testen jetzt aus wie weit sie bei dir gehen können. Außerdem platzen sie in dem Alter schier vor Energie, die sie irgendwie entladen müssen und wollen, was man zB an Aktionen wie dem Beinklettern und -reissen schön sehen kann.

Natürlich haben Fretts in gewisser Weise Verhalten, auf die man sich als Halter einlassen und damit leben muss. Aber man darf sie auch nicht außer Rand und Band geraten lassen. Du musst jetzt schon in gewisser Weise Autorität an den Tag legen. Beissen muss jetzt abgewöhnt werden, wenn sie es sich erst mal angewöhnt haben, wird es noch schwieriger, es abzugewöhnen.
Wenn dich eins schnappt, nimm sie hoch, halte sie mit ca 30 cm Abstand auf Augenhöhe, sag betont "nein" und schau sie fest an. Anfangs werden sie deinen Blick erwidern, dann gucken sie irgendwann weg. Erst dann wegsetzen, denn dann hast du "gewonnen". Wenn sie danach gleich wieder ankommen, selbes Spiel wieder bis es ihr zu blöd wird. Von in den Käfig/das Zimmer setzen zur Strafe und ähnlichem halte ich persönlich gar nichts, denn A sollen sie diese Plätze nicht mit Negativem in Verbindung bringen und B bezweifel ich, dass sie den Unterschied zwischen "Ich muss in den Käfig weil Bettzeit ist" und "Ich muss in den Käfig weil ich böse war" überhaupt kapieren.

Weiter musst du dafür sorgen, dass die Kleinen sehr gut beschäftig werden um sich auszupowern. In gewisser Weise ist das Gebeisse auch einfach Übermut, Langeweile und eine Spielaufforderung. Dabei reicht es nicht, ihnen so schön viel Platz zur Verfügung zu stellen wie du es tust :thumbup: , sie brauchen vor allem Abwechslung. Das muss nicht ständig neues, teures Spielzeug sein, viel kannst du selbst machen. Ein nicht mehr benötiger Paketkarton zB, mach ein Loch rein und wirf zerknülltes Zeitungspapier rein. Knüll Backpapier und stopf es in eine Socke, darauf werden sie mit Begeisterung rumbeissen. Stell ihnen eine Kiste voll Erde hin (ungedüngte, unbehandelte!). An warmen Tagen gerne auch eine kleine Wanne mit Wasser, in der du Spielzeug oder Leckerlies versenkst. Angeln mit Schnüren und Klingelbällen dran werden von jungen Fretts auch super angenommen, meine fetzten denen heute noch bis zur Erschöpfung durchs ganze Haus hinterher. Wenn sie durchs Spielen mehr ausgelastet sind und sich auspowern, wird auch das Hochgehüpfe an dir besser werden. Das verhält sich wie mit Kindern, schickt man sie raus zum Toben und sie können sich auspowern, fallen sie abends müde ins Bett. Lässt man sie nur beschäftigungslos in der Wohnung sitzen, fallen sie dir den ganzen Tag auf die Nerven ;)

Schlafzimmer ist für meine auch Tabu. Erstens würden sie mich die ganze Nacht über tyrannisieren und zweitens steigert man die Gefahr auf Allergiebildungen, wenn man überhaupt keinen haarfreien Raum mehr hat. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Viel Erfolg und Spaß mit deinen Nasen :wave:

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Einen Pelz tragen ist absolut in Ordnung - wenn man ein Tier ist! :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur Welpenerziehung
BeitragVerfasst: Sonntag, 30.08.2015, 08:18 
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Mustela eversmannii
Mustela eversmannii
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Hallo,

so zwei Überflieger habe ich auch gerade Zuhause. Wobei definitiv das Mädel die Aufsässigere ist.

Ich habe das große Glück ein intaktes Rudel zu haben, somit erledigen viel Erziehung meine "Alttiere". Was aber nicht heißt, dass sie sich nicht auf neue "Scheiß"-Ideen von den Welpen bringen lassen.

Wie Ysa schon schrieb, ist jetzt Disziplin und vor allem Konstanz das A und O.
Wenn ich heute das Biss zulasse, morgen aber nicht usw. wissen die Zwerge gar nicht was du willst, also eine einheitliche Linie fahren. Bei mir war es jetzt 1 Monat intensives "Schimpfen" meinerseits und siehe da, es ist auf einmal alles wieder im Rahmen. Jetzt geht es ans Fein-Tuning mein Rüde steht gerade auf mein Gesicht, ok hab da auch paar interessante Piercings. Aber vom Züchter hat er eigentlich "Küssen" gekonnt. Gerade sind es eher neue Piercings die ich "gestochen" bekomme.

Und das sind alles Sachen die jeder für sich entscheiden muss, ich will das die Welpen wieder Küssen geben. (Weil meine Alttiere, alles Abgabetiere, es nicht tun und auch eher zu zwicken.)

Den richtigen Tipp WIE du das ganze anstellst, kann keiner dir geben, dass musst du herausfinden.

Das Standard "Aus, Nein, Aua" hat bei meinen nichts gebracht. Ich habe herausgefunden, ich muss sie 1. auspowern (was schon mal eine Stunde und mehr dauern kann) und dann konnten wir über "Erziehung reden". Aber die Zeit musst du dir bei Welpen nehmen, sonst hast du keine Chance. Wenn du es dir bissl leichter machen willst, hole dir schnell noch ein drittes Frettchen hinzu, bevorzugt schon so 1 Jahr alt. Ich bin sehr froh darüber das dieses Jahr nicht nur 2 Welpen sondern auch 1 Fundtier bei mir eingezogen sind, er hat mir diesen Job definitiv wesentlich leichter gemacht. Und ich dachte ich verzweifel bald :crazy:

also viel Spaß mit deinen Monstern 8-)

_________________
Grüße von den Jungs Merlin('11), Feivel('14), Junior Aragon('15), Luzifer('14), Loki('15)und den Mädels Rocket('10), Lilu ('11), Kizashi('15),Davina Ducati('16) &Merida Miami('16)

in Gedanken
Nana, Bonny, Baldur, Eve (2006-14.06.2012), Paddy (16.05.2008-16.07.2013), Gjenai (06.2008-21.08.2013), Tabiat (23.05.2007-20.06.2015) und mein Herzensfrettchen Barok (2007-18.07.2015)
Django (01.05.2008-07.02.2016), Jack (10.05.2008-02.05.2016), Raileel (03.05.2009-19.05.2016)


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur Welpenerziehung
BeitragVerfasst: Sonntag, 30.08.2015, 23:12 
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Mustela nivalis
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Dankeschön für eure Antworten :)

@Ysa: Die Idee mit dem Hochnehmen und "anstarren" finde ich richtig gut, ich könnte mir vorstellen, dass das bei den beiden auch "ankommt" :D Weil einfach nur "nein" sagen bringt nix und in den Nacken nehmen und schütteln oder sowas find ich nicht so gut. Genauso wie das mit in den Käfig setzten, das sehe ich genauso wie du. Der Käfig soll keine Bestrafung sein. Also Danke dafür, das werde ich ausprobieren :)


Auspowern muss ich die beiden eh immer erst. Die drehen teilweise extrem auf, aber nach einer halben Stunde hin und her rennen (mit Bällen oder Katzenangeln) geht es dann und dann sind sie ja auch recht umgänglich :) Wobei sie meinen Freund jetzt am Wochenende wieder extrem oft und doll gezwickt haben, mich nicht. Also ist das "Gemecker" vielleicht doch nicht ganz umsonst gewesen :D

Ja, der Gedanke mit einem dritten Frettchen kam mir auch schon. Denn die beiden sind zwar Geschwister und verstehen sich so auch recht gut, spielen aber sehr selten miteinander. Meistens sind sie auch unterschiedlich wach.. Dann läuft erst die eine und später die andere, oder ich wecke dann die andere. Aber dann haben sie auch nicht so Interesse aneinander. Aber für drei Frettchen würde der Käfig denke ich nicht reichen. Naja, ich schau mir das erstmal noch an :) Ich bin immer relativ früh zu Hause (in der Woche) und kann viel Zeit mit denen verbringen.

Achso, ganz vergessen. Wie übst du denn das "Küsschen geben" ? Das stelle ich mir sehr schmerzhaft vor.. Wenn die in die Lippe / Nase beißen?? Ich weiß, was du meinst. Mein erstes Frettchen hat das auch ständig gemacht. Die konnte aber auch mit kleinen Kindern spielen, die hat NIE auch nur gezwickt. Und das meinte ich ja, mit dem "gemeinsam" auf dem Sofa liegen (ohne gebissen zu werden). Sowas würde ich auch schon gerne "üben" :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur Welpenerziehung
BeitragVerfasst: Montag, 31.08.2015, 14:46 
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Mustela putorius
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Cherry13 hat geschrieben:
Dankeschön für eure Antworten :)

@Ysa: Die Idee mit dem Hochnehmen und "anstarren" finde ich richtig gut, ich könnte mir vorstellen, dass das bei den beiden auch "ankommt" :D Weil einfach nur "nein" sagen bringt nix und in den Nacken nehmen und schütteln oder sowas find ich nicht so gut. Genauso wie das mit in den Käfig setzten, das sehe ich genauso wie du. Der Käfig soll keine Bestrafung sein. Also Danke dafür, das werde ich ausprobieren :)


Am Nacken nehmen darfst du sie schon wenn sie sich daneben benehmen, das würden ihre Elterntiere auch machen. Außerdem ist es immer ganz gut diesen Griff selbst überhaupt zu können, ist anfangs nämlich gar nicht so einfach. Es kann immer wieder Situationen geben, wo du sie ggf. mal schnell fixieren musst weil sie zB mit ner Kralle wo hängengeblieben sind und dran herumreissen wie irr, weil sie was ins Maul genommen haben, das schnell raus muss oder weils beim Tierarzt nicht anders geht.
Aber schütteln wie du schon sagst - auf keinen Fall! Das ist nicht nur sehr unangenehm sondern kann im schlimmsten Fall Wirbelverletzungen oder -verschiebungen verursachen.

Bezüglich deiner Frage zum Küssen: aktuell würde ich bei deinen zum aktuellen Zeitpunkt eher davon abraten, das zu üben, könnte schmerzhaft werden :lol:
Ich persönlich "schnäuzel" öfter mal mit meinen Frettis, die das von sich aus gerne machen und lass mir mal die Nase oder die Wange putzen, allerdings gibts nie direkte Küsschen aufs Maul. Frettis die das nicht von selber machen versuche ich auch nicht dazu zu bringen, das finde ich egoistisch.
Außerdem solltest du immer dran denken: wo war die Nase meines kleinen Ferkels vielleicht noch vor 3 Minuten? ;) Der Hygienefaktor wird immer gerne heruntergespielt und verharmlost, weil oft nichts passiert. Aber dennoch kann man sich von Haustieren Giardien, Kokzidien, Colibakterien und sonst was holen. Hab neulich erst im TV von einem Mädchen gehört, das fast blind wurde weil es durch ihren Hund Colibakterien ins Auge bekam :?


Liebe Grüße und weiter viel Erfolg :thumbup:

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur Welpenerziehung
BeitragVerfasst: Montag, 31.08.2015, 20:07 
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Mustela putorius furo
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Zitat:
Außerdem solltest du immer dran denken: wo war die Nase meines kleinen Ferkels vielleicht noch vor 3 Minuten? ;) Der Hygienefaktor wird immer gerne heruntergespielt und verharmlost, weil oft nichts passiert. Aber dennoch kann man sich von Haustieren Giardien, Kokzidien, Colibakterien und sonst was holen. Hab neulich erst im TV von einem Mädchen gehört, das fast blind wurde weil es durch ihren Hund Colibakterien ins Auge bekam


Deshalb gehört für mich auch kein Tier ins Bett. Ob Hund, Katze, Frettchen. Jeder von ihnen schnüffelt am Popo eines anderes Tieres oder deren Kot.
Sicher hat jeder ein anderes Verständnis von Hygiene, aber ich möchte in meinem Bett kein Frettchen haben, das kurz zuvor noch eingeparkt hat.

Genauso sehe ich das mit dem Küsschen geben.

Man sollte niemals außer Acht lassen, dass Tiere eben Tiere sind und demzufolge auch andere Gepflogenheiten haben. Man sollte sie, so lieb wie man sie hat, nicht vermenschlichen. :wave:


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur Welpenerziehung
BeitragVerfasst: Dienstag, 01.09.2015, 10:58 
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Mustela putorius
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Zitat:
Am Nacken nehmen darfst du sie schon wenn sie sich daneben benehmen, das würden ihre Elterntiere auch machen. Außerdem ist es immer ganz gut diesen Griff selbst überhaupt zu können, ist anfangs nämlich gar nicht so einfach. Es kann immer wieder Situationen geben, wo du sie ggf. mal schnell fixieren musst weil sie zB mit ner Kralle wo hängengeblieben sind und dran herumreissen wie irr, weil sie was ins Maul genommen haben, das schnell raus muss oder weils beim Tierarzt nicht anders geht.


Gerade weil ich meine Frettchen beeim Tierarzt oder sonstwann in den Nackengriff nehmen muss, benutze ich den Griff nie als Strafe.
Ganz im Gegenteil, bei Edradour musste ich sogar üben, sie überhaupt im Nacken greifen zu dürfen, weil sie da wohl sehr negative Erfahrungen gemacht hat. Deswegen bekam sie viel Paste und viele Streicheleinheiten anfangs, wenn ich sie im Nacken anfassen und greifen durfte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur Welpenerziehung
BeitragVerfasst: Dienstag, 01.09.2015, 11:32 
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Mustela putorius
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Meiner Erfahrung nach haben Frettchen keine Angst vorm Nackengriff generell, wenn sie ihn von klein an kennen, sondern eher vor bestimmten Handlungen die dabei passieren. Waren die Frettchen davor natürlich bei einem anderen Halter, wo sie den Nackengriff nur mit negativen Erfahrungen kombinieren konnten, siehts natürlich schlecht aus.

Meine Fretts, die seit dem Welpenalter bei mir sind kennen den alle. Sei es vom Erziehen, vom Tierarzt, vom Ohrensaubermachen, vom Zähne kontrollieren usw. Aber kein einzigens hat Angst davor. Egal welches ich hochnehme, sie halten still und gucken was passiert, kein Geruder mit dem Popo oder Kopfwegdrehen etc.

Meinem Pepe und Loki zB mache ich alle paar Tage die Zähne mit einem Wattestäbchen sauber, weil sie extrem zu Belägen neigen. Das kennen sie mittlerweile, es gibt kein Gestrampel, kein Gezappel und nichts weil sie kapiert haben, dass sie umso schneller fertig sind.

Beim TA hingegen fangen sie sofort zu strampeln an wenn ich sie festhalten muss weil sie wissen: Nackengriff + dieser Ort = Spritze oder sonst was.

Ich glaub schon dass sie so intelligent sind zu unterscheiden, ob sie jetzt nur in den Nackengriff genommen werden oder man sie nimmt, weil ihnen etwas "bevorsteht".

Meiner Erfahrung nach reicht es bei sehr übermütigen Welpen hin und wieder nicht, sie nur wegzusetzen um Autorität zu zeigen.

Aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden und seine Art finden, mit den Ferkeln fertig zu werden :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur Welpenerziehung
BeitragVerfasst: Mittwoch, 16.09.2015, 23:44 
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Mustela nivalis
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Hallo ihr,

ich melde mich mal wieder zurück. Ich hab ein kleines Problem mit der Luna (die wildere von beiden). Hatte ja schon erwähnt, dass sie ganz gerne mal was fester zubeißt. Was ja auch in Maßen völlig normal in diesem Alter ist, das weiß ich ja. Aber momentan ist es wieder ganz schlimm geworden :/

Sie ist ja eh wilder als ihre Schwester (Anouk beißt kaum noch, und wenn dann wirklich spielerisch) und hat von Anfang an ordentlich immer gezwickt. Dem habe ich dann halt mit "Nein" und hochnehmen, angucken etc. versucht entgegenzuwirken. Wie gesagt, bei Anouk trägt es Früchte bei Luna scheint es das nur noch zu verstärken.. Am Samstag hat sie meinen Freund ganz arg in die Hand gebissen, dann hab ich sie genommen und halt mit ihr geschimpft da hat sie mich auch gebissen (schon als ich sie hochgenommen habe). Und seit dem beißt sie wieder täglich.. und ich rede schon von beißen und nicht mehr zwicken. Also es blutet recht doll und sie lässt dann auch erstmal nicht mehr los :/ Gestern wars auch ganz extrem; da wollte ich sie nehmen und in den Käfig packen (es war schon spät abends) da hat sie mich auch direkt in die Hand gebissen, dann eben das selbe Spiel: angucken, meckern etc. Aber da fing sie dann erst recht an, sie hat mit dem Schwanz gewackelt und sich in meinen Zeigefinger verbissen (da hab ich nun ein Loch im Nagel :/ ). Also das geht für mich mittlerweile über das spielerische, übermütige Zwicken hinaus. Oder ist das noch normal? Wie gesagt, Anouk ist überhaupt nicht so.

Und vor allem das Schimpfen scheint sie eher zu animieren, das scheint sie als "Kampfansage" zu verstehen (sonst hätte sie ja nicht mit dem Schwanz gewackelt, oder?). Aber ich kann sie doch nicht streicheln, und damit loben, wenn sie an meiner Hand hängt?

Ich war auch schon mit beidem beim Tierarzt, da ist alles okay. Ihr fehlt nichts, sie frisst gut, trinkt, nimmt auch Leckerlies aus der Hand und alles. Beide haben relativ viel Platz und jede Menge Auslauf (6 Stunden mindestens). Also schlecht geht es denen nun wirklich nicht ^^ Und beide kommen ja auch vom selben Züchter, also kann man auch nicht davon ausgehen, dass sie vorher schlecht behandelt wurden. Was könnt ich denn da noch machen? Da weiß ich mir dann keinen Rat und trau mich in solchen Momenten dann auch erstmal nicht mehr sie anzufassen.. Lässt sowas nach der Kastration nach?


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur Welpenerziehung
BeitragVerfasst: Donnerstag, 17.09.2015, 01:48 
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Mustela frenata
Mustela frenata

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Hi Cherry,

also ich persönlich halte von dem hoch heben z.B. vors Gesicht und einem lauten bestimmten NEIN nicht ganz so viel da es für mich keine richtige Dominanz vermittelt.
Mein Albert hat darauf dann so reagiert das er beim auf den Boden setzen unmittelbar nachgesetzt hat und das eher als Aufforderung zum Spielen betrachtet hat.

Ich packe die Wusels lieber im Nacken und fixiere sie auf dem Boden und das NEIN kann dann auch schon etwas lauter werden, meine zwei verpissen sich nach der Ansage auch schon mal von selbst bzw. ignorieren mich dann :lol:
Das liest sich jetzt härter als es ist, ich schreie hier nicht rum oder füge einem Wusel Schmerzen zu, aber das Tier muss deutlich merken das es nicht der Chef ist. Und durch das fixieren am Boden merkt es das eher als in der Luft hängend. Der Griff darf auch was fester sein.
Keine Frettchenmutti hebt ihre Welpen hoch, so sehe ich das.(OK, sie sagt auch nicht nein :D )

Wenn die Wusels ihre Grenzen testen ist hart bleiben angesagt.
Sie werden es versuchen so weit es geht und das hartnäckig.
Auch mit dem wegsetzten, einfach wiederholen bis sie es raffen.
Ich habe Marie teilweise 20-30 mal von der Couch weggesetzt bis sie gemerkt hat ich habe keinen Bock mit ihr zu spielen wenn sie mir ewig in die Füße beisst.

Mittlerweile habe ich was das angeht null Probleme mit beiden.

Bleib am Ball und hol dir ggf. mal jemanden aus der Nähe dazu der Ahnung von Frettchen hat.

Gruß Janosh


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