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 Betreff des Beitrags: Mastzellentumore beim Frettchen
BeitragVerfasst: Sonntag, 30.03.2014, 16:23 
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Mustela putorius
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Mastzellentumore zählen (Gott sei Dank) nicht zu frettchentypischen Erkrankungen wie Insulinome oder Nebennierenproblemen, treten jedoch dennoch auf dann heißt es: schnell handeln.
Ich war in meiner Frettchenhalterzeit ingesamt mit zwei Tieren bisher betroffen und musste mich daher mit dem Thema intensiver auseinander setzen.


Was ist ein Mastzellentumor?
Mastzellen besitzt jeder, diese Zellen dienen der körpereigenen Abwehr. Tumore, die sich dort bilden, findet man dann sichtbar in den oberen Hautschichten.
Man kann es entfernt etwas mit Hautkrebs oder entarteten Muttermalen beim Menschen vergleichen.

Symptome
Hunde sind relativ oft von diesem Problem betroffen, bei ihnen zeigen sich die Tumore als spür- und sichtbare Verhärtung der Haut. Sie sind oft blutig, stark gerötet, entzündet und schmerzahft.
Beim Frettchen ist das meist nicht der Fall, weshalb TÄ das oft nicht gleich richtig diagnostizieren. Ein beginnender MZT sieht im Anfangsstadium erst mal nur sehr unauffällig aus. Er hat meist die Fläche einer Erbse, die Haut schillert etwas orangfarben, ich vergleiche es mit dem Aussehen einer Fischschuppe. Sucht man nicht explizit danach, fällt diese Veränderung im dichten Frettchenpelz leider lange nicht auf. Im weiteren Verlauf verändert sich der MZT dann, die betroffene Hautstelle bricht auf, blutet, bildet eine Kruste. Dadurch wird der MZT dann in der Regel entdeckt, sieht aber erst mal nur wie eine kleine Bisswunde aus. Es fehlt oft die typische Rötung, Schmerzempfindlichkeit oder Verhärtung wie es bei Hunden der Fall ist.
Der Frettchenhalter wird jedoch schnell feststellen, dass die vermeindliche Bisswunde nicht abheilt sondern immer wieder aufbricht und nicht verheilt, selbst wenn mit Sicherheit kein Tier dran rumzupft oder schleckt.

Diagnose
Es sollte unbedingt ein frettchenerfahrener Tierarzt aufgesucht werden.
Ein Unerfahrener wird euch erst mal alle möglichen Diagnosen stellen, wie es bei uns beim 1. Mal der Fall war. Flohbiss, Bisswunde, Zeckenbiss - und dann erst mal zu Salben, Abwarten und ggf. Antibiotika raten. Alles suboptimal, da an einem MZT weder rumgedrückt noch rumgesalbt werden sollte und man wertvolle Zeit verliert.

Die Tatsache, dass die Wunde nicht mehr von selbst abheilt, reicht jedoch einem guten TA meist zur Diagnosestellung aus. Ist das Tier nicht durch Alter oder Vorerkrankungen belastet, kann und sollte die Veränderung schnellstmöglich herausgeschnitten werden.
Theoretisch ist auch eine Biopsie möglich. Diese birgt allerdings zwei Gefahren. Zum Einen wird durch Hinenstechen, Rumdrücken etc. die Aktivität des Tumors angeregt und zum Zweiten kann durch das Warten auf den Laborbericht, eine erneute Terminvereinbarung etc. wertvolle Zeit verloren gehen.


Behandlung
Sofern der Gesundheitszustand des Tieres es zulässt, ist eine Entferung die einzige Option - und zwar je früher, umso besser. Entfernt man einen MZT im Anfangsstadium, stehen die Chancen sehr gut, dass das Thema damit erledigt ist und das Tier keine weiteren Probleme haben wird. Wichtig ist, dass der TA hier nicht nur den Tumor selbst knapp herausschneidet, sondern genug Haut und Gewebe außen rum mitentfernt. Eine anschließende Einsendung ins Labor ist zu empfehlen, da dort festgestellt werden kann, ob alle veränderten Zellen entfernt wurden und die Ränder des abgetrennten Gewebes gesund sind, oder ob notfalls noch einmal operiert werden muss.

Prognose
MZT kann man nicht über einen Kamm scheren, manche sind verhältnismäßig harmlos und streufaul, andere sehr bösartig.
Je früher operiert wird, umso günstiger ist die Prognose.
Wird der Tumor nach der OP ins Labor geschickt, kann dort festgestellt werden, welchem Grad der Tumor zuzuordnen ist.
Grad 1 hat eine sehr positive Prognose, der Tumor ist hierbei klar abgegrenzt, das umliegende Gewebe frei von Veränderungen. Hier kann man davon ausgehen, dass das Problem mit der Entfernung beseitigt wurde. Bei Grad 2 ist die Prognose unklar, man kann nicht mit 100%iger Sicherheit sagen, ob es bereits Metastasen gibt. Das Tier sollte gründlich durchgecheckt und kontrolluntersucht werden. Grad 3 hat eine düstere Prognose, hier bekommt man es aufgrund der Aggressivität des Tumors oder aufgrund von zu viel vergangener Zeit bis zur Entferung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit Metastasen zu tun. Diese befallen dann verschiedene Organe oder das Lymphknotensystem. Die weitere Vorgehensweise hier ist dann individuell mit dem TA zu besprechen. Oft werden beim Verdacht auf Metastasen vorbeugend Medikamente gegeben, die aber im Endeffekt schon eine Chemotherapie darstellen und entsprechend harte Nebenwirkungen haben. Um dem Tier das zu ersparen, muss ich hier noch mal betonen, wie wichtig schnelles Handeln ist!

Ursache
Wie bei so vielen Krebsarten ist die Ursache von MZT leider unbekannt. Es kann somit keine Vorbeugung betrieben werden. Man kann im Endeffekt nur auf Hautveränderungen achten und dann sofort reagieren. Es kann jedes Tier treffen, eine Veranlagung dazu kann jedoch vererblich sein. Hat ein Tier mit MZT zu kämpfen, sollte wie bei jeder Auffälligkeit natürlich keinesfalls mehr mit dem Tier gezüchtet werden. Taucht die Problematik bei einem Elterntier erst auf, nachdem bereits Nachwuchs entstanden ist, sollte man den Nachwuchs regelmäßig untersuchen, da sein Grundrisiko daran zu erkranken nun erhöht ist. Es ist mit Brustkrebsrisiko bei Mutter und Tochter zu vergleichen.

Ansteckungsgefahr?
Hatte man es dann mit einem aufgebrochenen MZT zu tun, liegt natürlich die Angst um die anderen Frettchen auf der Hand, haben sie vielleicht dran geputzt und sich angesteckt?
Ich habe hierzu leider keine klare Antwort finden können, weder beim TA noch im Internet.
Das Problem ist hier wohl, dass man eben nicht weiß, was die Tumore verursacht.
Es gibt Krebsarten, die durch Viren verursacht werden. Beispiel Papillomvirus beim Menschen. Dieses kann von Mensch zu Mensch übertragen werden und dann u.a. Gebärmutterkrebs auslösen. Von daher ist es also nicht komplett ausgeschlossen, dass diese Tumore übertragen werden können.
Ich selbst hatte bisher zwei Tiere, die an MZT erkrankten. Sie sind nicht miteinander verwandt, das zweite Tier erkrankte nach unserem ersten daran. Die Vermutung liegt nahe, dass es übertragen wurde, da es ja keine häufige Alltagserkrankung ist und es meiner Meinung nach ein arger Zufall gewesen wäre - aber sicher ist es natürlich nicht. Kann auch einfach Pech gewesen sein.
Vorsichtshalber würde ich die Tiere bis zur Entferung dennoch voneinander separieren, wenn wir noch einmal damit zu tun bekommen, auch wenns einem schwer fällt.

Ausgang unserer eigenen Fälle
Unser Simba bekam 3 MZT auf einmal binnen kürzester Zeit. Unser damaliger TA war ratlos, probierte mit Salben und Medis rum, nichts half. Wir ließen sie rausschneiden und bekamen vom Labor die Diagnose MZT. Allerdings zum Glück trotz der vergangenen Zeit mit Grad 1.
Ich fing an ihn regelmäßig zu kontrollieren und er bekam einige Zeit später noch mal damit zu tun. Ich entdeckte sie noch bevor sie aufbrachen und ließ sie am nächsten Tag rausmachen. Laut Labor wieder Grad 1.
Im höheren Alter wurde bei unserem Schatz ein Insolinom diagnostiziert. Unser TA schloss die früheren MZT als Ursache aus, weil inzwischen zu viel Zeit vergangen war. Nach Diagnosestellung fand ich allerdings aus Zufall einen MZT in der Nase. Er war sehr schwer zu sehen, ich sah ihn nur, weil Simba rücklinks auf meinem Schoß lag und die Nase nach hinten streckte, keine Ahnung wie lange er ihn schon hatte. Wir ließen diesen dann nicht mehr entfernen, weil sein Insulinom schon fortgeschritten war und keine OP mehr in Frage kam. Auch wenn mein Süßer dennoch ein gutes Alter erreicht hat, mache ich mir heute noch Vorwürfe, dass ich diesen Tumor nicht gesehen hab. Meine jetzigen Frettchen müssen das nun ausbaden und werden regelmäßig sogar in Ohr und Nase untersucht ;)

Ronja bekam nur einen MZT, aber der hatte es dafür in sich. Wir ließen ihn ebenfalls schnell entfernen, was mich einige Überredungskunst bei meiner TÄ kostete. Sie kannte MZT nur von Hunden und meinte, das wäre keiner. Da Ronja eh eine Zahn OP brauchte, brachte ich die TÄ dann dazu, den Tumor da mit rauszumachen. Vom Labor wurde meiner überraschten TÄ dann tatsächlich ein MZT diagnostiziert, leider ein sehr aggressiver :thumbdown:
Nicht viel später erkrankte Ronja an Lymphknotenkrebs - die Verbindung zum MZT liegt auf der Hand. Wir konnten mit der Katzenimpfung noch mehr als ein Jahr Zeit rausholen, aber am Jahresanfang mussten wir sie im Alter von 5 Jahren gehen lassen. :cry:

Von daher kann ich nur betonen wie wichtig es beim Verdacht auf einen MZT ist, sofort zu einem guten Doc zu gehen. Lieber eine Stunde Tierarztbesuch und ein paar Euro zu viel investiert, als durch Abwarten das Leben des Tieres zu riskieren.
Man kennt seine Nasen ja, verprügeln sich zwei Rüden ständig und haben dann im Nacken etwas Kruste, muss man natürlich nicht gleich in Panik verfallen. Treten die Wunden aber an eher untypischen Stellen auf oder entstehen sie, obwohl man gerade keine Kämpfer in seiner Meute hat, heißts Augen auf. Ebenso wenn eine Wunde nicht abheilt. Frettchen haben eine sehr schnelle Wundheilung und eine normale Biss- oder Kratzwunde sollte, sobald sie in Ruhe gelassen wird, binnen Tagen eine deutliche Besserung aufzeigen.

Liebe Grüße und alles Gute für eure Pelze.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mastzellentumore beim Frettchen
BeitragVerfasst: Dienstag, 08.04.2014, 11:52 
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Mustela lutreola
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Huhu,

da ich schon Bekanntschaft machen durfte mit solch einem Tumor wollte ich hier die Bilder und meine Erfahrungen dem Beitrag hinzufügen. Shari hatte eine längere Zeit eine schorfige Wunde bzw dachte ich immer es wäre ein Kratzer oder eine Wunde, die verheilt aber es wurde mit der Zeit größer.

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Im Internet hatte ich mich belesen und machte mir etwas sorgen… ich ging umgehend zum TA, ich vermutete einen Tumor doch als ich Shari der TA vorsetzte sagte sie direkt es sei ein Pilz. Ich sollte die „Wunde“ mit einem Pflanzlichen Mittel reinigen und danach Surolan anwenden. Was dann passierte seht ihr nun:

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Ich war sehr verunsichert auch aufgrund der offenen Wunde und es tat sich einfach nichts. Es wurde nicht besser nein es wurde eher schlimmer.

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Fast 3 Wochen behandelte ich Shari mit Surolan und es passierte einfach gar nichts. Ich unterbrach die Behandlung und suchte einen zweiten TA auf. Es war bis zum Termin gut getrocknet und nicht mehr offen aber es sah einfach grausig aus.

Die zweite TA meinte direkt als sie Sharis Veränderung sah es ist ein Tumor. Sie meinte durch das Surolan sei das Gewebe so verändert das sie nicht genau sagen kann was genau für ein Tumor es war. Kurzum bot sie mir einige alternativen an wie AB z. B. ich entschloss mich aber kurzen Prozess zu machen und das DING entfernen zu lassen.
Shari wurde dann operiert es lief alles super nur sie war von der Narkose ein wenig Platt das kannte ich so von ihr noch nicht aber sie ist ja auch nicht die jüngste. Die TA sagte mir dann dass es sich um einen gutartigen Tumor handelte und alles gut zu entfernen war.

Dies als Zusatz Information zu diesem Thread… nun könnt ihr es auch Bildlich sehen.

MfG chali

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In Gedenken an Pluto, Migo, Fly, Loki, Shari, Kira


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 Betreff des Beitrags: Re: Mastzellentumore beim Frettchen
BeitragVerfasst: Dienstag, 08.04.2014, 13:14 
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Vielen Dank für die Fotos Chalian!

Vor allem der Unterschied von Foto 1+2 auf Foto 3 zeigt, wie stark diese Tumore auf Schmieren, Salben und sonst was reagieren können. Von daher bleibt wie Chalian dran, wenn ihr bei der Diagnose eines TAes kein 100%ig gutes Gefühl habt.

Freut mich sehr, dass bei deinem Stinker alles gut verlaufen ist :thumbup: :inlove:

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 Betreff des Beitrags: Re: Mastzellentumore beim Frettchen
BeitragVerfasst: Mittwoch, 30.04.2014, 07:56 
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Mustela altaica
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Guten Morgen,

dazu kann ich nur sagen, das 2 meiner Frettchen daran schon litten und meine TÄ gleich gesagt hat, raus damit. Sowohl Chess wie auch bei Sancho wurden beide operativ entfernt.. beim aller ersten Mal war es Chess der damit zu tun hatte, da bekamen wir auch erstmal eine Salbe, kurzfristig ging es zurück, kam schnell wieder und brach sogar noch mehr auf... nach ca. 1 Woche wurde beschlossen wir entfernen den Tumor. Bei beiden ging das problemlos und es kam nie wieder was nach, bei Chess ist das nun knapp 2 Jahre her, bei Sancho kam das Problem knapp 1 danach und da haben wir nicht lange gefackelt, auf Salben verzichtet und ratzfatz war der auch entfernt.. bei Chess war der Tumor aber bösartig und das hatte anderweitig ein Nachspiel... :(

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es grüßen
Mia, Amy, Milow und Sancho


Die Erinnerung ist ein Fenster
durch das ich Dich sehen kann,
wann immer ich will.

(Verfasser unbekannt)

für meine Unvergessenen: Yonah, Chess und Vincent am anderen Ende des Regenbogens


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 Betreff des Beitrags: Re: Mastzellentumore beim Frettchen
BeitragVerfasst: Donnerstag, 22.05.2014, 12:20 
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Mein Clyde hat auch einen Mastzelltumor. :wtf:

Der kann allerdings nicht entfernt werden, weil Clyde trotz Medikation noch starke Herzrhythmusstörungen hat und das Narkoserisiko zu hoch ist. :( Laut meiner TÄ ist bei Mastzellentumoren sowieso das Risiko sehr hoch, weil die Zellen mit Histamin gefüllt sind, welches bei Ausschüttung während der OP zu einem Kreislaufkollaps führen kann. :(

Im Gegensatz zu Hunden ist bei Frettchen die Prognose bei diesen Tumoren sehr gut, wobei natürlich immer ein Risiko besteht. :? Aber seine Lebenserwartung ist mit Tumor besser als mit OP.

Naja, jetzt geht es erstmal noch darum, die Herzprobleme besser in den Griff zu kriegen. Ich habe schon meiner alten TÄ eine E-Mail geschrieben, um eine zweite Meinung zu bekommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mastzellentumore beim Frettchen
BeitragVerfasst: Donnerstag, 22.05.2014, 12:26 
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B&C - schlimm wenn sich ein Verdacht bestätigt :( Aber nun wisst ihr ja was es ist und könnt gezielt handeln.
Wäre da nicht die Möglichkeit einer lokalen Betäubung? Hat doch bei Ysa http://das-frettchenforum.de/viewtopic.php?f=30&t=8396 sehr gut geklappt...!?

Kann ich mir kaum vorstellen, dass eine OP schlimmere Folgen haben soll, als den Tumor zu lassen... :?
Zumindest wenn man es richtig ausschneidet, sollte doch gut sein...?!

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Schöne Grüße von Angéla und

Geliebt und unvergessen: Passie; Rico; Baghira; Ozzy; Django; Diego; Gina; Nala; Sally; Linus; Fritz; Shawn; Luna; Gizmo und Máxim

Im Herzen für immer, aber dennoch ausgezogen für ein unbeschwertes Frettchenleben: Sunny, Shadow, Abby, Akira, Mokka, Roxy und Mimi

Die Frettchenära neigt sich dem Ende... :(


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 Betreff des Beitrags: Re: Mastzellentumore beim Frettchen
BeitragVerfasst: Donnerstag, 22.05.2014, 12:37 
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Im Moment will ich es nicht mit lokaler Betäubung versuchen, weil Clyde diese Woche beim Herz-US und Blutabnehmen randaliert hat. Normalerweise ist er da brav, war aber wohl zuviel. :(

Naja, und die Gefahr besteht wohl auch, dass das Histamin aus den Zellen freigesetzt wird während der OP, was zu nem Kreislaufkollaps führen kann.

Wenn es ein gutartiger Tumor ist, dann macht der nix. Dann wächst da halt ein Knubbel. Wenn er bösartig ist und streut- dann haben wir ein großes Problem. :(

Ich habe halt eine wahnsinnige Angst, dass wir operieren und der kleine die Narkose nicht überlebt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mastzellentumore beim Frettchen
BeitragVerfasst: Donnerstag, 22.05.2014, 12:40 
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Also ist es noch recht frisch für euch das der Bursche in Herzproblem hat?
Dann würde ich auch erst gucken das er vernünftig eingestellt ist.

Aber bei einer lokalen Betäubung wird er ja nicht schlafen gelegt.. Und was wäre mit Gas?
Das ist doch auch für ältere Fretts immer recht empfehlenswert...

Aber nun eines nach dem anderen!
Es wird schon alles gut werden!! :inlove: :thumbup:

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 Betreff des Beitrags: Re: Mastzellentumore beim Frettchen
BeitragVerfasst: Donnerstag, 22.05.2014, 20:22 
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Hallo B&C,

das ist eine blöde Situation, wir waren wie wo oben schon verlinkt diese Woche leider in der selben Situation. Nero hatte einen MZT und aufgrund seiner Herzkrankheit hatte ich auch irre Bammel vor der Narkose. Eine örtliche Betäubung kannst du ihm aber auf jeden Fall geben lassen, den kleinen Piekser merkt er ja gar nicht und die örtliche B. belastet den Kreislauf ja nicht.

Wir haben es ohne Vollnarkose geschafft, aber ehrlich gesagt nur aus Zufall.
Mit der Paste konnten wir ihn gut ablenken, aber nach dem Ausstanzen des Tumors fing er an zu zappeln. Beim Randalieren traf er dann aber zufällig auf den Gummihandschuh der TÄ und da wars um den Gummifetischisten geschehen, er hatte nur noch Augen für den Handschuh und wir konnten schnell weitermachen :lol:
Gut, es hätte mit ablenken, beruhigen und viel Paste bestimmt noch geklappt, aber sicher ewig gedauert.

Bei solchen Aktionen muss man beachten, dass die Frettis sich nicht zu sehr aufregen, denn dann kann ein Herzpatient vor lauter Aufregung kollabieren.

Die Gefahr mit den Hystaminen ist bei Frettis übrigens nicht so hoch wie bei Hunden. Bei Hunden sind diese Tumore meist größer und verwachsen tiefer mit dem Gewebe. Umschneidet man die Tumore beim Fretti großzügig (was man zur Sicherstellung der kompletten Enfernung eh tun sollte), passiert da meist nix. Ich hab mit Neros MZT jetzt den insgesamt 8. oder 9. entfernen lassen, unser Simba hatte sein Leben lang immer wieder welche - und da gabs in dieser Beziehung noch nie Probleme.

Ich würde ihn auch erst stabilisieren lassen, aber das Ding trotzdem auf jeden Fall früher oder später entfernen lassen.

Liebe Grüße und alles Gute !

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 Betreff des Beitrags: Re: Mastzellentumore beim Frettchen
BeitragVerfasst: Donnerstag, 22.05.2014, 20:38 
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Mustela putorius
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Vielen Dank für Euren lieben Zuspruch!

Das Blöde ist, dass Clydes Herzprobleme eher schlimmer als besser werden. Man merkt ihm beim Spielen nichts an, er hat kein Wasser eingelagert, das Herz ist auch normal gross, aber er hat halt ziemlich starke Rhythmusstörungen.

Und da er diese Woche sogar beim Herz-US, den er sonst super brav mitmacht, sich nicht durch Paste hat ablenken lassen, will ich ihm momentan keine OP mit lokaler Betäubung zumuten.

Naja, ich warte erstmal auf Antwort von der anderen TÄ, dann stellen wir die Medikamente um, dann der nächste US Anfang Juli, und dann sehen wir weiter. Den MZT kann ich gut im Auge behalten, und der macht mich momentan nicht super nervös, weil ich selber Lipome und Myome habe, und deswegen weiss, dass gutartige Tumoren nicht unbedingt ein Problem machen, solange man sie im Blick behält.

Ausserdem warte ich noch auf die Ergebnisse von der Blutuntersuchung auf NNR-Tumor... Der Arme ist gerade eine ziemliche Baustelle, aber als gutes Frettchen merkt man es ihm kaum an.


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