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BeitragVerfasst: Donnerstag, 22.06.2017, 09:04 
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Mustela nivalis
Mustela nivalis
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Hallo liebes Forum,
leider gehöre auch ich zu den Frettchenhaltern, die eine Arztodysse begonnen haben.
Seit Januar fängt meine 6 Jahre alte Hummel an, ihr Fell zu verlieren. Es begann mit der kleinen Rute, zieht sich derweil jetzt über den Popo, das Fell dünnt aus und auch auf dem Köpfchen hat sie jetzt eine kahle Stelle. Im April fuhr ich mit ihr zu Dr. Deuster in Köln, der auf anderen Seiten bereits als Frettchenspezialist gelobt wurde. Eine Tierärztin ertastete dort zudem am linken HInterlauf in der Beuge eine Lymphknotenschwellung. Hummelchen bekam eine Cortisonspritze und 1/10 (5mg Prednisolon) tgl. verordnet. Ich sollte die Sache im Auge behalten. Ich war etwas verwundert, dass kein Bluttest gemacht wurde etc., da das kleine Herzchen schon arg ausgedünnt aussah. Inzwischen ist der Po kahl, die Schwellung ging nicht zurück. Montag bin ich jetzt zu einem näher gelegenen Tierarzt gefahren, der sich das Tier auch angeschaut hat. Der Lymphknoten ist noch immer dick. Er rät jetzt zu einer Biopsie des Lymphknotens und auch evtll. Hautbiopsie. Dann könne man definitiv sagen, warum der Lymphknoten geschwollen ist und welche Krankheit sich verbirgt. Meine Frage, ob neben dem geschwollenen Lymphknoten nicht auch zusätzlich auch Hyperadrenokortizismus die Ursache des Haarausfalls sein könnte, antwortete er, dass "In diesem Fall müsste die Vulva geschwollen sein".
Ist das wirklich so? Gibt es nicht auch Fähen, die nicht unbedingt dieses Symptom ausweisen?
Ich bin ein wenig skeptisch. Die Biopsie ist sicher nicht verkehrt, aber ich hatte ein wenig das Gefühl, dass er auf Durchzug bei meinen Fragen stellte bzgl. Bluttests etc. Es war abends 19.30 Uhr und ich hatte zuvor im Wartebereich die Hilfe telefonieren hören, dass der Dr. nur noch an diesem Tag im Hause wäre, da er in Urlaub gehen würde. Irgendwie hallte das dann während der nicht länger andauernden Beratung von weniger als 10 Minuten bei mir nach.
Ich wohne in Jülich (30km von Aachen entfernt und da ist auch die Tierklinik mit dem vorgenannten Arzt), bin bis Köln zu Dr. Deuster gefahren und scheue mich überhaupt nicht, lange Wege in Kauf zu nehmen. Dennoch ist es frustrierend, nach einem 8 Stunden Arbeitstag sich mit einem kranken Tierchen bis zu 2 Stunden ins Auto zu setzen, im 1h im Wartezimmer zu sitzen und anschließend nicht weiter zu wissen. Die Biopsie würde ich sogar machen, aber der Aachener Arzt ist jetz tim Urlaub und ich will nicht 3 Wochen warten, bis ich dann einen Termin bekomme. Ich bin jetzt hin- und hergerissen, zu Dr. Johnen nach MG oder nach Lohmar zu Dr. Winkler zu fahren. Mönchengladbach wäre für mich besser zu erreichen. Kann mir Jemand seine Erfahrungen mit Dr. Johnen mitteilen?
Liebe Grüße
Irene


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 22.06.2017, 11:12 
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Mustela nivalis
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Nachtrag: Montag Termin bei Dr. Johnen. Er war selbst am Telefon und der erst TA nach gefühlten 20 Telefonaten mit Praxen, der jetzt Tatkraft beweist.


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 22.06.2017, 11:26 
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Ferretopia
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Lass das ganze Programm machen, röntgen, Ultraschall und großes Blutbild +
Fructosamin-Wert . Es kannein NNT (Nebennierentumor) sein (nicht bei allen
Frettchen schwillt die Vulva an. Es kann aber auch von den Nieren kommen.
Aber genauso kann es auch ein Lymphom sein. Oder ein Hypertenusetumor.
Aber bevor ich eine 6 Jährige Fähein Narkose legen würde sollte alles andere
schon abgecheckt sein.
Wünsch euch eine schnelle Diagnose und eine baldige Genesung oder Stabilität.
:) :)

_________________
Grüssle aus Ulm


RIP: Skippy 2001 - Peppy 2006 - Lola 2007 - Krümel 2010 - Freddy 2010 - Jeanny 2013 - Benny 2013 - Balou 2014 - Maggy 2014 Garfield 2014 Tobi 2014 Beerchen 2015 Luna 2015
Dass mir mein Tier das Liebste sei, Sagst du, oh Mensch, sei Sünde.
Das Tier ist mir im Sturme treu Der Mensch nicht mal im Winde.

http://frettchen.bayern


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 22.06.2017, 15:08 
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Mustela nivalis
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Danke Dir. Ich werde Hummelchen auf jeden Fall ordentlich checken lassen. Mir ist vor allen Dingen auch eine ordentliche Diagnose sehr wichtig, um dann dem Tierchen einen schönen Lebensabend geben zu können. Ich verstehe überhaupt nicht, wie ein TA ohne Blutentnahme etc. mich ins Blaue hinein mit Cortison nach Hause schicken kann. Natürlich muss man akzeptieren, dass irgendwann die Krankheiten kommen. Aber dann muss ich doch wissen, ob ich der Natur ohne Umschweife ihren Lauf lassen soll wg. Unaufhaltsamkeit oder ob ich unserer Hummel noch ruhige und schmerzfreie Tage mit ihrer Schwester genießen lassen kann. Ich will sie nicht um jeden Preis bis ins Grab therapieren, nur weil ich mich nicht trennen will. Aus einer frechen Fellhupe ist mit dem Alter eine verschmuste Maus geworden, die mit solchem Grundvertrauen hinter mir herlatscht und alles mit sich machen lässt, dass jeder weiß, wie sich das gerade anfühlt, der Frettchen hat. Schauen wir mal, wo die Reise hingeht.


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 22.06.2017, 18:57 
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Mustela nigripes
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Ich würde als allererstes mal den Chip setzen lassen.
Selbst wenn es kein NNT sein sollte, funktioniert der in dem Alter präventiv.

Aber das ganze hört sich einfach so stark danach an, dass ich einen Besen fressen würde, wenn das keiner ist.

Auf jeden Fall würde ich ein Blutbild machen lassen und die Hormonwerte bestimmen lassen (Östradiol und so weiter). Die können auf einen NNT hinweisen, muss aber auch nicht unbedingt sein.

Röntgen, US kann man natürlich auch machen.

Aber warum nicht auf NNT behandelt wurde, obwohl das das naheliegendste ist und zudem noch alle Symptome passen, ist mir schleierhaft.

Alles gute der Maus :D

Edit: Nein müsste nicht. Meine Coco hatte auch einen NNT und bei der war lediglich, dass sie abartig aggressiv wurde und ihr Fell ein bisschen dünner würde (Langhaar). Kein Fellverlust, keine geschwollene Vulva, nichts. Nur Aggresivität.
Seit sie den Chip hat ist ihr Fell wieder normal lang und sie verträgt sich wieder mit allen.

_________________
Grüße aus Stuttgart :)
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BeitragVerfasst: Freitag, 23.06.2017, 06:59 
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Mustela putorius furo
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Dr. Johnen in Rheindahlen/MG?
Da bist du auf jeden Fall gut aufgehoben!
Allerdings ist der Hormonchip bei ihm sehr teuer und er muss ihn extra bestellen...
Für mich hört es sich auch nach NNT an- unser Schätzken hat damit noch über 2 Jahre wunderbar gelebt und ist jetzt an Alterschwäche gestorben.

Eine Biopsie würde ich nicht machen-- die Fälle wo ich von hörte die es haben machen lassen, da ist der Krebs erst recht ausgebrochen. Was vorher verkapselt war, hat sich auf einmal ausgebreitet...
Aber das muss jeder für sich entscheiden.

6 Jahre ist schon ein stolzes Alter, ich persönlich würde durchchecken- aber keine großen OP´s mehr machen...

_________________
Schöne Grüße von Angéla und

Geliebt und unvergessen: Passie; Rico; Baghira; Ozzy; Django; Diego; Gina; Nala; Sally; Linus; Fritz; Shawn; Luna; Gizmo und Máxim

Im Herzen für immer, aber dennoch ausgezogen für ein unbeschwertes Frettchenleben: Sunny, Shadow, Abby, Akira, Mokka, Roxy und Mimi

Die Frettchenära neigt sich dem Ende... :(


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BeitragVerfasst: Freitag, 23.06.2017, 10:12 
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Mustela nivalis
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Danke für die Infos. Der Chip bei der Schwester hat mich bei einem anderen TA 93 Euro gekostet. Dieser TA hat mich auch gebeten, wegen Hummelchen einen Kollegen mit mehr Erfahrung bei geschwollenen Lymphknoten aufzusuchen, da er hier nicht die entsprechende Erfahrung hat (er war da echt ehrlich und supernett). Ich frage Dr. Johnen mal, was er verlangt. Von Bauchgefühl her denke ich, dass Hummel mehr als ein Problem hat. Jetzt gilt einfach, eine vernünftige und angemessene Therapie zu erstellen, die für den kleinen Nackedei stressfrei ist. 6 Jahre finde ich auch schon toll. Meine ganzen Heimkinder sind immer zerstört zu mir gekommen und die meisten haben bereits ab dem 3. Lebensjahr schon die ersten Probleme gehabt. Ich freue mich, dass die beiden Felle, die ich jetzt noch habe, bisher so toll beieinander waren.
Was die Biopsie angeht: In der Humanmedizin ist das ein totaler Irrglauben und auch mein Chef (witzigerweise Menschen-Nephrologe) muss Patienten mit der Angst, dass es zu Streuungen kommen kann oder Aktivität der Krebszellen anregt, ständig erklären, dass das so nicht stimmt. Es kann zu verschleppten Krebszellen bei Biopsien/Punktionen im Bauchraum kommen, die jedoch nie von klinischer Relevanz sind.
Ich kann da natürlich nur von der Feinbiopsie in der Humanmedizin sprechen, glaube aber, dass die Tiere, bei denen bösartiger Krebs nach Punktion festgestellt worden ist, keine Lebensverkürzung erfahren haben. Vllt. subjektives Empfinden des Besitzers. Mein letztes Krebsfrettchen "Mücke" habe ich auch sehr, sehr lange Zeit mit einer Krebserkrankung und geschwollenen Lymphen gehabt und dann ging es innerhalb von 6 Wochen steil bergab. Wahrscheinlich hätte ich auch den Verdacht gehabt, dass es nach einer Punktion schneller verstorben ist, wenn ich diese hätte 2 o. 3 Monate vorher hätte machen lassen.
Ich sehe jeden Tag im Job, wie irrational die Angehörigen von Patienten handeln, wenn es um schlechte Nachrichten geht und ertappe mich immer wieder selbst, dass ich schnell genauso handele, wenn es um die eigenen Befindlichkeiten bei Familie und Tier geht. Tröstlich ist dann nur, dass unsere Pelzhupen halt uns als Sprachrohr nutzen müssen, weil sie ja selbst nichts sagen können und man da schon mal über eine ordentliche Entscheidungsmarke hinausschießen kann. Ich habe aber in 20 Jahren Frettchenhaltung die Erfahrung gemacht, dass das Bauchgefühl bei mir gut funktioniert und wann es Zeit ist, das Tier gehen zu lassen.
Das gruseligste Erlebnis war meine Trixi, die ein Heimtier war. Absolut streitsüchtig, bissig und überhapt nicht dem Menschen zugewandt. Am Ende ist sie an einem Abend auf die Couch geklettert und hat sich auf meinem Bauch zusammengerollt zum Schlafen (sie war vollkommen verseucht mit Tumoren). Da wußte ich, dass die Zeit gekommen ist.
Ich werde berichten, wenn ich Montag bei Dr. Johnen war. Im Übrigen muss ich sagen, dass ich auch jetzt hier schon wieder durch das Lesen der Forenbeiträge neue und interessante Infos gefunden habe. Man lernt nie aus, auch nach 20 Jahren nicht :shifty:


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BeitragVerfasst: Freitag, 23.06.2017, 10:17 
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Mustela nivalis
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Nachtrag: Zum Verständnis. Eiglt. hatte ich immer einen guten Tierarzt für meine Fritten, jedoch durch meinen Umzug aus dem Osten in den Westen ist der Besuch dort entfernungstechnisch nicht mehr "mal eben" möglich. Nicht, dass ihr euch wundert, wie man nach 20 Jahren Frettchenhaltung hier Hilfe suche. :wtf:


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BeitragVerfasst: Freitag, 23.06.2017, 10:48 
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Mustela putorius furo
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Ich weiß nicht von wo du jetzt genau kommst...
Aber in Nettetal ist die Frau Heitzer, absolute Frettchenkennerin- allerdings hat sie bspw kein Ultraschall... Dafür müsste man dann bspw zum Dr. Scholz nach Mühlheim a.d Ruhr (der auch bspw Herzultraschall beim Frettchen machen kann!)

Wegen dem Chip- Der war mir bei Dr. Johnen zu teuer (glaube auch so um die 90€ wegen dem extra bestellen......) ich habe das dann bei uns in Wassenberg machen lassen für ca. 60€ -- die Symptome waren klar und wenn Diagnose falsch gewesen wäre, hätte ich im schlimmsten Fall das Geld verloren.

Zur Biopsie- mag sein, dass du Recht hast. Aber ich hab da dennoch Angst :(
Außerdem lässt sich manches einfach nicht so leicht behandeln beim Frettchen, wo man sich dann vorher klar machen sollte ob man eine Narkose für eine Biopsie machen lässt oder evtl einfach direkt den Knubbel entfernt oder mit anderen Methoden versucht ein Wachstum zu veringern...

Ich drücke euch die Daumen!

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Schöne Grüße von Angéla und

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Im Herzen für immer, aber dennoch ausgezogen für ein unbeschwertes Frettchenleben: Sunny, Shadow, Abby, Akira, Mokka, Roxy und Mimi

Die Frettchenära neigt sich dem Ende... :(


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BeitragVerfasst: Freitag, 23.06.2017, 11:05 
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Mustela nigripes
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Haltung: Innenhaltung
Wohnort: Stuttgart, Rommelshausen
90 Euro ist aber ein angemessener Preis:)

Gut möglich dass es mehrere Baustellen sind, aber eins nach dem anderen.
Meine Isis hatte 1000 Baustellen, die Klinik wollte keinen Chip setzten, bei ihrem Zustand wird das eh kaum noch helfen, wichtiger ist jetzt blabla.

Ich habe mich durchgesetzt und Baustelle 1 war abgehakt, dann konnten wir uns auf die großen Probleme konzentriere . Viele kleine Probleme sind nämlich auch nicht unerheblich

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Grüße aus Stuttgart :)
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